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Wettbewerb - BG/BRG MÖDLING KEIMGASSE

Städtebau und Architektur

Der Entwurf betrachtet die neue Erweiterung gemeinsam mit dem bestehenden Schulgebäude als gestalterische Einheit. Vorhandene Winkel und Proportionen des historischen Gebäudes werden durch den Neubau aufgenommen, der sowohl funktional als auch städtebaulich eine logische Erweiterung des Bestandes bildet. Der städtebaulich prägnante Baukörper der Schule wird in Richtung Toni Berg Promenade auf zeitgemäße Art abgeschlossen und mit einem zweiten, barrierefreien Haupteingang vervollständigt.

Ziel des Entwurfes ist es die gesamte erforderliche Nutzfläche in einem kompakten Gebäude zu konzentrieren, um möglichst viel der begrenzten Grundstücksfläche unbebaut zu belassen. Diese Freifläche  kann als Sport- und Pausenfläche genutzt werden.

Die kompakte Bauweise wird durch die Anordnung des Turnsaales unterhalb des neuen Klassentraktes erreicht. Natürliche Belichtung des teilweise unter Niveau gelegenen Turnsaales wird über großzügige Oberlichtbänder gewährleistet. Die kompakte Anordnung der Funktionen hat Vorteile hinsichtlich einer wirtschaftlichen Erschließung, und eines günstigen thermischen Verhaltens aufgrund geringerer Außenoberflächen. Die Bauführung neben der in Betrieb befindlichen Schule wird einfacher, wenn ein möglichst kleiner Grundstücksteil betroffen ist.

Funktion / Organisation

Im Neubau wird eine räumliche Großzügigkeit geschaffen, die im Bestandsgebäude fehlt.
Die gesamte Erschließung und die Pausenbereiche bilden eine großzügige, lichtdurchflutete Einheit mit hoher Aufenthaltsqualität, die von Freiflächen in jedem Geschoß ergänzt wird. Durch den neuen Eingang gelangt man ohne Niveauunterschied in die große Halle des Foyers und von dort entweder über eine breite Treppe oder barrierefrei mit dem Aufzug in alle Geschosse des Neubaus und des Bestandsgebäudes. Durch 2 Lufträume und das darüber angeordnete Glasdach gelangt Tageslicht in das Zentrum des Gebäudes. Gezielt gesetzte Verglasungen ermöglichen freie Durchblicke, die die Orientierung erleichtern und ein großzügiges Raumgefühl vermitteln. Die Pausenhallen sind integraler Bestandteil der Erschließungsflächen und werden durch direkt daneben angeordnete Freiräume ergänzt. Das optimierte Fluchtwegekonzept ermöglicht es diese Flächen zu möblieren und als zusätzliche Unterrichtsbereiche im Sinne einer Clusterbildung zu bespielen.

Gebäudehülle

Die Differenzierung der Baukörper wird durch die Wahl der Materialien unterstützt. In Analogie zum Bestandsgebäude werden die Südfassade des neuen Klassentraktes und die Seitenwände des Turnsaales in hellem, gebrochen weißem Verputz hergestellt, während die übrigen Fassaden des Neubaues wie eine schützende Hülle aus großformatigen Aluminiumpaneelen das Gebäude umfassen. Fenster werden generell als großflächige Glaselemente in wärmegedämmten Aluminuimprofilen geplant.

Freiraumgestaltung

Ein wichtiges Anliegen bei der Planung ist möglichst viel gut nutzbaren Freiraum für die ca. 1000 Schüler zur Verfügung zu stellen.Durch die Anordnung des Neubaus an nur einer Stelle und das Abrücken des Baukörpers von der östlichen Grundstücksgrenze entsteht ein zusammenhängender Freiraum auf Bodenniveau, der vielfältige Nutzungen zulässt.

Als Sportanlagen stehen ein Spielfeld mit 20x40m, eine Hochsprunganlage, eine komplette 3-bahnige 60m Laufbahn, eine Weitsprunganlage und eine Kugelstoßanlage im Freien zur Verfügung.

Die große Terrasse auf dem Dach der Turnhalle dient vor allem als erweiterter Speisesaal und Fläche für die Nachmittagsbetreuung.

Als Pausenflächen dienen die Bereiche östlich und westlich des Bestandsgebäudes. Hier wechseln sich begrünte Ruhezonen und befestigte Flächen, die abwechslungsreich möbliert werden ab. Im Osten entsteht ein ruhiger Hof zum Plaudern und Entspannen, während der westliche Hof neben dem Sportplatz für aktivere Pausengestaltung geeignet ist. Als Ergänzung zu den Schulhöfen sind die Terrassen gedacht, die direkt neben den Pausenhallen unkompliziert auch einen kurzen Aufenthalt im Freien ermöglichen und auch als Freiluftklassen genutzt werden können.

Auftraggeber Landesschulrat für Niederösterreicht
Adresse

2340 Mödling, Keimgasse

Projektstatus abgeschlossen

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